Donnerstag, 29. August 2013

Situative Ethik,

 . . . es geht nicht immer nach meinen Vorstellungen?
ABER!
???

Aber wie lange geht das gut?
Habt ihr eine Vorstellung, was sich alles in diesem Closet (tolles engl. Wort, wah!) verbirgt.
Da sind Worte, ganze Sätze archiviert, die nie das Tageslicht erblicken sollten.  
Mein Erstickungstot auf Raten!
Hier drin sind alle nicht gesagten WORTE über Jahrzehnte von mir aufbewahrt. Viele sind in Vergessenheit geraten, doch einige manchen sich auf den Weg nach draußen, stehlen sich nachts in mein Bett, berauben mich des Schlafes, verlangen, dass ich mich mit ihnen aussöhne oder sie endlich, wenn gerade wieder das Konto meiner Erträglichkeiten überzogen wird, entgegenschleudere oder in sorgfältig überlegter Wortwahl artikuliere. 
Aber es wäre auch egal . . .
. . .  Es bliebe doch nur ein riesiger Scherbenhaufen übrig, oder eine nie heilende Wunde, Verletzung eben.  
Jeder von uns hat seine ganz eigenen Wertevorstellungen und Grundüberzeugungen, werden sie von anderen Menschen erschüttert, folgt daraus eine starke Emotion, meist Zorn oder Traurigkeit.
Emotionen bereiten uns auf ein Handeln vor, dürfen wir aus Angst vor Verlust (Freundschaft, Arbeitsplatz, ...) nicht handeln, staut sich der Zorn auf und entlädt sich ganz sicher irgendwann in einer Art und Weise, die wir eigentlich immer vermeiden wollten.
Was tun?
1. Den Zorn mit sich führen über Jahre, wird Hass daraus! Ohren zu - Wachstucheffekt!
2. Kritisieren, das Missfallen äussern - Freundschaft riskieren?
3. Sich aus dem Staub machen, tot stellen - Beziehung beenden?

"Das menschliche Miteinander, Freundschaft bedeutet ja nicht Verschmelzung, sondern vor allem, miteinander reden zu können. Daran scheitert es ja letztlich.
NICHT kommunizieren zu können, das ist die tatsächliche Grausamkeit,
die menschliche Tragödie." (Lisa Kränzler)
(zu dem Buch "Nachhinein")

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