Donnerstag, 3. April 2014

Der Mythos - NARZISS

Die Narzisse
glaubt sie wirklich, die Schönste, Beste, Einmaligste, Bewundernswerteste zu sein?
Ist die Rose nicht tausendmal schöner als sie?

Narziss war kein Kind der Liebe, vielmehr ging er aus der gewaltsamen Verbindung des Flussgottes Kephisos mit der Nymphe Leiriope hervor. Nach der Zeugung verschwand floss der Vater einfach weiter. Leiriope war als alleinerziehende Mutter überfordert und zur wahren Liebe (Vergewaltigung) nicht fähig, so blieb er seiner Mutter fremd. Narziss verkörperte, die von der Mutter gewünschten Eigenschaften, gefühllos, unabhängig, stolz, hartherzig, hochmütig. Durch seine Liebesunfähigkeit,  wies er jedes Liebesangebot zurück. Als Narziss im Wasser sein Spiegelbild sah, verliebte er sich sofort in diese Illusion, will sich mit dem Spiegelbild vereinen, stürzt dabei ins Wasser und ertrinkt. (eine der unterschiedlichen Versionen)
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Narzissmus hat nichts mit Selbstliebe zu tun, schon gar nichts mit LIEBE.
Der Narzisst liebt nicht, nicht die anderen, noch sich selbst.
 Narzissmus ist die bedeutendste Form der Persönlichkeitsstörungen. 
Narzissmus ist das interessanteste, vielseitigste und schillerndste psychische Phänomen.
Narzissmus liegt ohnehin jeder psychischen Erkrankung zugrunde. (Erich Fromm)

Ein gewisses Maß an Narzissmus braucht der Mensch, um das gesunde Selbstvertrauen zu entwickeln.
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Aber da gibt es sie, die Menschen, die unterversorgt sind mit Gefühlen, die Nähe nicht ertragen können, die zur echten Liebe nicht fähig sind, die keine Empathie besitzen, die ihre eigenen Wünsche und Fähigkeiten nicht kennen, die ihre Eltern nie enttäuschen durften, die aussergewöhnliche Leistungen erbringen mussten, die als Projektionsfläche für die Sehnsüchte, Hoffnungen und Defizite der Mutter missbraucht wurden, die für das Wohlergehen der Mutter zeitlebens verantwortlich sind, die ewig das Gefühl haben, nicht gut genug zu sein, nichts wert zu sein, die eine muttervergiftete Kindheit hatten, die durch den Missbrauch der Mutter an ihrer eigenen Entwicklung gehindert wurden, die ein Leben lang von der Mutter abhängig bleiben, die sich nie entfalten durften, die abgerichtet wurden auf die elterlichen Bedürfnisse, die nur die Aufgabe hatten, durch ihr Verhalten, ihre Eltern aufzuwerten, die als Wunderkind hochstilisiert wurden und doch nie genügten.
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Wer ein falsches Maß an emotionaler Zuwendung in seiner Kindheit bekommen hat, wird ein Leben lang seine ganze Energie für Kompensationsstrategien aufwenden müssen.
Er wird anfällig sein für jede Art von Suchterkrankungen und Neurosen.
Diese Menschen werden ein Leben lang getrieben sein, ruhelos auf der Suche die innere Leere, die durch falsche oder fehlende Mutterliebe entstanden ist zu füllen, mit Promiskuität, Alkohol, Fresssucht, Bulimie, Spielsucht, Konsum, Grössenwahn, Macht, Ruhmsucht, Gier, Arroganz.
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Wie es sich anfühlt unter FEHLENDER Mutterliebe, Muttermangel, Lieblosigkeit, Verwahrlosung, gar Gewalt zu leiden, kann sich wohl jeder vorstellen. Dass unter solchen Bedingungen in der Kindheit etwas gehörig falsch gelaufen ist, ist offensichtlich. Einigen Eltern wird es gelingen den Wiederholungszwang zu durchbrechen und ihren Kindern eine gesunde liebevolle, intuitive Erziehung zukommen zu lassen.

Bei der FALSCHEN Mutterliebe und der Mutterverwöhnung wird das Kind als Lückenbüßer zur Kompensation für ein gestörtes Selbstwertgefühl missbraucht.  Die Mutter hat ein großartiges Selbstbild von ihrer Mütterlichkeit und vermittelt es auch ihrer Umwelt, dadurch ist eine Beziehungsstörung nicht so leicht wahrnehmbar. Durch den Wiederholungszwang wird diese verhängnisvolle Erziehung über Generationen weitergegeben. Der Leidensdruck ist erheblich. In der schwereren Form kommt es zu krankhaften Charakterveränderungen. Die Menschen leiden unter sich selbst und entwickeln große Probleme im zwischenmenschlichen Bereich.

Später mehr.

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