Sonntag, 6. April 2014

Mutterdasein, . . .

. . . ohne blassen Schimmer.

Learning by doing, kann schon mal beim Hufeisenwerfen klappen.

Nun hatte die 68er Generation die Schnauze voll von so einigem. Da hat man über Nacht alles anders gemacht. Die Erziehung im Sinne von Leiten und Führen galt nicht mehr. Kinder sollten nun nicht mehr von den Eltern gemaßregelt und indoktriniert werden, sondern die Möglichkeit bekommen, selber herauszufinden, was für sie gut und was schlecht ist. Ganz frei von jeglichem Zwang, quasi spielerisch könne man seine Individualität entwickeln, die ausreichend ist, für ein selbstbestimmtes glückliches, zufriedenes, erfülltes Leben, hi, hi!
Eine grandiose Vorstellung, fast 2 Jahrzehnte rumdödeln und seine Macken kultivieren.
Damals ging man davon aus, dass Kinder kleine Erwachsene (die Meinung hält sich) sind und ihre Psyche, sich wie ihr Körper, von ganz alleine altersgemäß entwickelt und das ist falsch. 
Nun gibt es in der langen Kindheitsphase Entwicklungsphasen, die phasenspezifisch durchlaufen und abgeschlossen werden müssen (orale, anale, magisch-ödipale, Latenz- und genitale Phase). Diese Entwicklung ist nur möglich, wenn Eltern entsprechend agieren. Nervenzellen müssen immer wieder durch Reize, durch ständiges Training stimuliert werden, um Verbindungen entstehen zu lassen und reifen zu können. Begrenzungen sind unabdingbar. 
Unreife Individuen, in ihrer Persönlichkeit gestörte Menschen, versuchen ihre Defizite durch Abwertung anderer, narzisstisches Agieren, Entwicklung von Neurosen, Ausleben von Süchten, etc. zu kompensieren. 
Sie sind Getriebene, immer auf der Suche die entbehrte Mutterliebe ersetzen zu können. Fresssucht, Bulimie, Magersucht finden in der Gesellschaft keine Anerkennung, aber es sollte schon mit Essen zu tun haben, denn einzig ihr Körper lässt sich drangsalieren. Um ihrer Egozentrizität Ausdruck zu verleihen haben die emotional zu kurz Gekommenen nun den Vegetarismus für sich entdeckt. Kultivieren ihn blindwütig. Anders seinbesser sein, sich abgrenzen von der doofen, Tiere tötenden Masse. Die narzisstisch gestörte Persönlichkeit erwartet Unterwerfung, der Unterworfene (Allesfresser) soll sich gefälligst schuldig fühlen und dem Machtgierigen hinterhergeifern. 
Hat man einmal die Lächerlichkeit und Armseligkeit eines Narzissten erkannt, reagiert man am besten mit Ironie und Gelassenheit.
ABER
viel, viel besser kann mein Freund Akif, ein genialer Schriftsteller (Katzenkrimis), vom täglichen Wahnsinn hier in Deutschland berichten.
Die Buchhandlungen scheuen sich das Buch (kürzlich erschienen) auszulegen, zu hoher Wahrheitsgehalt! ANGST!



Kommentare:

  1. Von Akif Pirinci kenne ich nur die Katzenkrimis (supergenial!), das klingt aber auch zumindest ... beachtenswert.

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  2. Starker Tobak, aber irgendwann ist eben das Maß voll.
    LG

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